Feminismus für Kerle, von einem Kerl

Wenn du dir all das zu Herzen nimmst, kannst du wohl vermeiden einen riesigen Verband von Frauen im Internet zu verärgern!


Dies wurde angeregt durch eine Unterhaltung mit einer feministischen Freundin von mir. Es ging darum, wie nervig es für Feminist*Innen ist, all die Fragen die Männer als feministische Verbündete unweigerlich haben, zu beantworten.

(Kurze Anmerkung: Ich nenne mich selbst Feminist und sehe mich auch als solcher. Ich bin ein Kerl, und einige Feminist*Innen meinen dass Männer nicht wirklich Feministen sein können, weil sie nie die Scheisse erlebt haben, die das Frausein mit sich bringt, und all die Vorteile ein Mann zu sein, tagtäglich erleben können, also männliche Privilegien. Viele dieser Feminist*Innen würden mich “feministischer Verbündeter (Allie)” nenen, da ich zwar politisch auf der selben Seite stehe, aber es “nicht wirklich verstehen kann”. Weiter im Text.)

Wirklich jeder einzelne Kerl, der zum Feminismus kommt, durchlebt so ziemlich den selben Prozess (Ich habe es, und wenn du das hier liest und nicht sofort verächtlich bei dem Wort “Privileg” reagiert hast, du wohl auch. Oder du bist gerade mittendrin.). Weil JEDER EINZELNE MANN der dem Feminismus gegenüber freundlich eingestellt ist (und selbst die, die es nicht sind) das durchmacht. Feminist*en haben das verdammt noch mal satt. Diese Typen fragen alle das Selbe. Sie bringen die selben Argumente. Sie alle denken, sie sind die Ersten, denen diese Fragen und Argumente einfallen.

Stell dir etwa vor, du findest Sonnenuntergänge schön. Nun stell dir vor, dass die Hälfte der Weltbevölkerung dazu erzogen wurde, Sonnenuntergänge hässlich zu finden. Jede dir bekannte Person aus der Weltbevölkerungshälfte muss nun, mit etwas Zeit, lernen, dass Sonnenuntergänge schön sind. Und sie alle kommen nun zu dir und fragen Sachen wie “Aber signalisieren Sonnenuntergänge nicht das Ende des Tages und machen dich traurig?” und bringen Argumente wie “Wenn Sonnenuntergänge schön wären, wäre das Wort Sonnenuntergang nicht synonym mit dem Ende von etwas Gutem”, und die erste Person, der du antwortest, stört dich nicht sonderlich. Der Fünfzigste nervt dich gewaltig. Und dann noch im INTERNET, da sind etwa tausend Leute die diese Argumente bringen und sich für so clever halten, weil sie sich das ausgedacht. Das kann dich verdammt wütend machen, wenn du dich damit wieder und wieder damit befassen musst. JETZT stell dir mal vor du hast einen Pro-Sonnenuntergang-Blog, einen Pro-Sonneuntergang-Twitteraccount, oder sonstwas. Es gibt sogar Anti-Sonnenuntergang-Trolle die einfach nur den Menschen den letzten Nerv rauben wollen, die Sonnenuntergänge mögen, und die ähnliche Argumente bringen auf deine wohlgemeinten Fragen. Du würdest wahrscheinlich ausrasten, sogar mehr, als wenn ein Freund dich darüber ausfragt.

Nun hast du all diese Fragen über Feminismus, und wenn meine Analogie nicht verdammt schlecht war, verstehst du, dass Feminist*Innen über die Grundlagen des Feminismus auszufragen sehr ermüdend oder sogar verärgernd, vielleicht sogar beides für sie sein kann, abhängig vom Kontext. Also was tun?

Zuerst: Mach dir bewusst, dass der Kontext sehr wichtig ist. Wenn du einen feministischen Freund/Partner hast, wird es für diese Person weniger störend sein, alles mit dir durchzugehen, statt mit einer fremden Person im Internet.

Zweitens: Sei bereit, dir einzugestehen, dass du nicht besonders oder clever bist weil du feministischen Ideen zustimmst. Im Großen und Ganzen sind diese ziemlich einfach, und wir als Männer überwinden gerade Jahre sozialer Programmierung um zu verstehen, was “Frauen sollten nicht aufgrund ihres Geschlechts misshandelt werden und aufgrund der massiven kulturellem Befangenheit passiert dies auch unabsichtlich” bedeutet.

Drittens: Mach dir klar, dass Feminismus eine eigene Terminologie hat, und das aus gutem Grund. Zum Beispiel könntest du “queer” als etwas Bestimmtes (eine Beleidung) auffassen, aber im feministischen Kontext wird es anders genutzt (z.B. queer studies). In der LGBT-Community ist es Identifizierungsmerkmal (z.B. “Ich bin eine queere Frau”). Über diese Definitionen zu streiten ist zwecklos, da diese für eine breitere Gemeinschaft existieren und ihre Nützlichkeit aus der Allgemeinheit der Definition ableiten. Zum Schluss, lies diesen Text zu Ende und schaue bei weiteren Fragen aufhttp://finallyfeminism101.wordpress.com. Dort ist alles VOLL mit Fragen die du haben könntest, und es ist eine gute Quelle,  auf der du Antworten suchen solltest.

Hier nun der grundsätzliche Prozess, den jeder Mann, der zum Feminismus kommt, durchmacht:

Zuerst lernen sie, was Privilegien sind und halten das nicht für echt. “Aber Frauen haben auch Vorteile!” “Was ist mit der Musterung? Frauen müssen nie gegen ihren Willen schiessen!” Und so weiter. Privilegien sind echt. Das musst du einfach akzeptieren, auch wenn es sich komisch anfühlen mag. Und es fühlt sich komisch für dich an, dass du manche Dinge einfach bekommst, nur weil du ein Kerl bist. Ich werde anders (in der Regel besser) von Autohändlern behandelt, weil ich ein Mann bin, ich habe eine viel gerinigere Chance vergewaltigt zu werden weil ich ein Mann bin, ich werde besser bezahlt, (im Durchschnitt) weil ich ein Mann bin. Ich bin in der Schule bevorzugt behandelt worden, weil ich männlich bin, was mir als Erwachsener mehr Selbstvertrauen und Durchsetzungsfähigkeit (sehr vorteilhafte psychologische Eigenschaften) brachte. Männliches Privileg ist ein enormer und komplett unverdienter Vorteil, und diesen nicht zu haben, wäre verdammt scheiße! Es wäre wie eine Frau zu sein.

Als nächstes akzeptieren Männer, die zum Feminismus kommen, die Existenz von Privilegien, aber versuchen ihren Einfluss zu minimieren. “Es gibt Gesetze die gerechte Einstellungspraktiken notwendig machen, also können Frauen nicht wirklich weniger verdienen.” “Aber Frauen haben auch Vorteile. Sie haben alle Macht beim Dating!” Es gibt einige Dinge die getan wurden, um männliche Privilegien und strukturellen Sexismus abzuschwächen. Nur weil diese Dinge unternommen wurden, heisst es nicht, dass nicht noch mehr getan werden muss. Gerade die “Vorteile” von Frauen sind oft das Resultat einer sexistischen Kultur (die Feminist*Innen eliminieren wollen), und sind nicht wirklich Vorteile für Frauen, die nicht anders behandelt werden wollen. Feminist*Innen hätten, zum Beispiel, gerne Entscheidungen über das Sorgerecht nach einer Scheidung am Wohl des Kindes orientiert, statt im Regelfall automatisch der Mutter das Sorgerecht zuzusprechen (was übrigens eine jüngste Entwicklung in Sachen Sorgerecht ist). Sie möchten nicht, dass Frauen anders behandelt werden, allein aufgrund ihres Geschlechts. Des weiteren möchten sie nicht, dass Frauen auf den häuslichen Bereich begrenzt werden, indem sie im Regelfall das Sorgerecht zugesprochen bekommen. Akzeptiert also einfach, dass Privilegien ein ernstes Problem sind, auch wenn schon Schritte unternommen wurden, um dies einzudämmen, ist die Arbeit noch nicht beendet.

Danach argumentieren viele Männer auf eine Art die sich mit “Aber was ist mit den Männern und wie beeinflusst der Feminismus sie? (WATM)” zusammenfassen lässt. Zum Beispiel könnten sie behaupten, dass die Diskussionen über rape culture klingt, als wären alle Männer Vergewaltiger, und ich bin kein Vergewaltiger, also sollte man nicht alle Männer über einen Kamm scheren. Die häufigste Antwort, und diejenige die du dir wirklich zu Herzen nehmen solltest, lautet: ES GEHT NICHT UM DICH. Wenn es um Vergewaltiger geht, und du kein Vergewaltiger bist, DANN GEHT ES NICHT UM DICH. Wenn es um Firmen geht, die nie Frauen in hohe Positionen befördern, aber dein Arbeitgeber eine Geschäftsführerin hat und der halbe Vorstand aus Frauen besteht, DANN GEHT ES NICHT UM DEINE FIRMA. Es ist nett, dass du persönlich nicht direkt zu dem diskutierten Problem beiträgst, aber es ist extem störend in einer Diskussion über ein bestimmtes Problem einzuwerfen, dass du nicht Teil des Problems bist.

Es wirkt so als würde 1) das Problem kleingeredet, in dem du mehr oder weniger sagst, da du nicht Teil des Problems bist, es auch kein Allgemeinplatz ist, und 2) du dich beschwert, dass deine Gefühle durch diese Diskussion verletzt sind und du entschädigende Lobpreisungen verdienst, weil du kein ekliger Sexist bist.

Feminismus zielt nicht darauf ab, dass Männer sich wohl fühlen, während Sexismus eliminiert wird. Er hat nur zum Ziel, Sexismus zu beseitigen. Wahrscheinlich werden einige Dinge die Feminist*en sagen, dich unwohl fühlen lassen, weil es grauenerregend ist. Dass eine von vier Frauen vergewaltigt wurde, ist schrecklich. Dass Männer praktisch alle diese Vergewaltigungen begehen, ist Beweis für ein systematisches Problem in unserer Kultur. Dass du persönlich niemanden vergewaltigt hast ist gut, aber nicht der Punkt. Es ist okay, sich unwohl zu fühlen aufgrund der Probleme die unsere sexistische Kultur für Frauen schafft. Frauen fühlen sich wesentlich unwohler deswegen, weil es sie verletzt. Akzeptiere diese Gefühle und mach weiter, und fühle dich vielleicht davon ermutigt, dass die Beseitigung des Sexismus dazu führt, dass niemand NIE WIEDER sich unwohl fühlen muss, wegen männlicher Privilegien, Vergewaltigung oder Diskriminierung! YAY!

Zum Abschluss, das große, kniffligste Argument das Männer die zum Feminismus kommen machen ist das “Ton Argument”. Kurz, es geht in etwa so: “Ich stimme zu dass Sexismus schrecklich ist, und ich freue mich auf den Tag, an dem er verschwindet. Aber wann immer ihr über Sexismus redet, klingt ihr total wütend und das ist abschreckend für Männer wie mich, die helfen wollen! Ihr solltet einen freundlicheren Ton an den Tag legen, das würde mehr Menschen zum Mitmachen animieren.” Das ist ein narrensicherer Weg Feminist*Innen im Internet zu nerven. Das hören sie andauernd, in verschiedenen Formen, und es ist nicht hilfreich. Es gibt Feminist*Innen, die Diskussionen mit freundlichen, inkludierenden Angeboten mit Nicht-Feminist*Innen führen. Es braucht mehrere Ansätze um jede Person zu erreichen, und der bestimmte Teil des Feminismus, den du zum Problem machst, ZIELT NICHT AUF DICH AB. Mit aller Wahrscheinlichkeit ist er auf andere Frauen gerichtet, die ebenfalls verärgert über die Auswirkungen von Sexismus in der Gesellschaft sind. Wie in jeder anderen politischen Bewegung auch reden Feminist*Innen darüber, was sie stört um Aufmerksamkeit zu erzielen, das bestimmte Ideen zu artikulieren oder um einfach Dampf abzulassen. Wenn dich der Ton stört, wiederhole für dich: Es geht nicht um dich. Wenn eine Frau angepisst ist von Pick Up Artists, und du keiner bist, dann ist sie nicht böse auf dich! Wenn eine Frau sauer ist weil sie einen Job an einen weniger qualifizierten männlichen Kandidaten verloren hat, und du nicht die Person bist, die die Entscheidung traf, ist sie nicht sauer auf dich! Und ihr Ärger ist hilfreich um andere Leute zu erreichen, die wegen der selben Probleme verärgert sind.

Es gibt Momente in denen ein diplomatischer Ton angebracht ist. Aber es ist nicht deine Aufgabe zu sagen, wann es soweit ist. Dies wirkt herablassend, und du kannst darauf wetten, dass die Feminist*Innen, die den wütenden Post/Tweet/Kommentar/wasauchimmer abgeschickt haben, mehr darüber nachgedacht haben, als du. Desweiteren, selbst wenn du es absolut gut meinst, und denkst, einen hilfreichen Ratschlag zu geben, dein Vorschlag wird von vielen Trollen benutzt um feministische Argumente runterzuspielen. Deswegen provoziert regelmäßig eine wütende Antwort, wenn du Feminist*Innen sagst, sie sollen doch einen anderen Ton anschlagen. Das mag dich überraschen, da du gute Intentionen hattest, aber es ist trotzdem angemessen. Wenn ihr Ärger über sexistisches Verhalten und sexistische Einstellungen dich unbehaglich fühlen lassen, frag dich, ob du dich unbehaglich fühlst, weil du davon ausgehst, dass der Grund für ihren Ärger nicht existiert, oder weil du denkst, dass sie sauer auf dich ist. Wenn es ersteres ist, liegst du wahrscheinlich falsch. Lese nochmal beifeminism 101 nach, und denke lange und intensiv darüber nach, bevor du dich mit ihm*ihr deswegen zusammensetzt. Wenn es Letzteres ist, lebe einfach damit. Wenn sie sauer auf dich ist wegen etwas, das du getan hast, HÖR AUF DAS ZU TUN. Wenn sie sauer wegen etwas ist, dessen Teil du nicht bist, geht es nicht um dich!

Wenn du dir all das zu Herzen nimmst, kannst du wohl vermeiden einen riesigen Verband von Frauen im Internet zu verärgern! Das wird gut für dich und gut für sie sein.

Kategorien: Übersetzungen

5 Kommentare

  • Honey Badger sagt:

    Schöner Beitrag aus männlicher Sicht zu der Debatte. Ich habe mich seit Beginn des #aufschrei schon an vielen Internetdiskussionen beteiligt. Oftmals kam ich gar nicht dazu, das Thema Sexismus überhaupt anzusprechen, da ich immer auf das „aber nicht alle Männer sind so“-Argument antworten musste. Und ich musste immer wieder erklären, dass das doch trivial ist und eigentlich jeder Frau bekannt, die momentan an der Debatte teilnimmt. Ich bin trotzdem immer freundlich geblieben, wenn ich bei Leuten einen guten Willen erkannt habe. Das war sehr häufig der Fall. Ich glaube, wenn wir als Gesellschaft erfolgreich gegen Sexismus handeln wollen, müssen wir jeden, der auch nur ein Quäntchen guten Willens zeigt, überzeugen. Es ist schon schwierig genug, gegen Sexisten vorzugehen, da sie sich bei ihrer Argumentation immer auf gesellschaftliche Selbstverständlichkeiten berufen können und oft kein Unrechtsbewusstsein an den Tag legen. Jede Person, die jetzt ins Nachdenken kommt, ist wichtig.

    Vielleicht lesen ein paar Männer diesen Artikel und fragen dann nicht mehr nach, ob sie denn auch wirklich nicht gemeint sind.

    Ich finde es übrigens sehr gut, wenn Männer mit feministischen Theorien sympathisieren. Viele Männer beschäftigen sich nicht mit dem Feminismus und glauben aufgrund von Vorurteilen, dass dies eine ihnen feindselig gegenüberstehende Richtung wäre. Das ist natürlich Unsinn.

    Aber Männer, die die Gleichstellung der Geschlechter befürworten, haben es in besonderer Weise schwer. Wann immer in Foren Diskussionen mit den sexistischen Hardlinern aufkommen, müssen solche Männer sich einen regelrechten Shitstorm anhören. Männer, die sexistischen Argumentationssträngen nicht zustimmen, werden da gerne mal als „lila Pudel“ bezeichnet oder ihnen wird pauschal unterstellt, sie wollten sich bei den Frauen nur anbiedern, um mehr Sex zu haben (eine Ansicht, die sehr gut das Weltbild von Sexisten illustriert).

    Gerade wegen dieser Schwierigkeiten plädiere ich für Geduld mit unsicheren Männern. Auch wenn ich zum hundertsten Mal erklären muss, dass Feminismus nichts mit Männerhass zutun hat und dass bekannt ist, dass nicht alle Männer Sexisten sind, tue ich es mit gleichbleibender Freundlichkeit in der Hoffnung, dass die Botschaft bei einem weiteren Mann ankommt. Das ist es mir wert.

  • anfi sagt:

    Der Text überzeugt nicht. Es wird behauptet der Text sei von einem Mann geschrieben worden. Bislang ist es aber nur eine Behauptung. Und auch inhaltlich kann ich nicht erkennen, daß der Text die „männliche Perspektive“ irgendwie würdigt. Der Text unterscheidet sich mMn in nichts von denen anderer Texte in anderen feministischen Blogs.

    Wenn die Absicht des Textes darin besteht, Männer (wie mich) abzoholen und vom Feminismus zu überzeugen, ist es nicht gelungen. Mit Blick auf die Regeln zur Kommentarfreischaltung erspare ich es mir und den Lesern, das näher zu begünden. Mein Kommentar würde vermutlich eh nicht freigeschaltet werden.

    • feminismus101.de sagt:

      Hier findest du den Originaltext: http://playerversusfrustration.wordpress.com/2012/01/12/completely-unrelated-to-world-of-warcraft-feminism-for-dudes-from-a-dude/

      Leider konnten wir trotz männlicher Männlichkeitstests nicht feststellen, ob der Dude auch ganz in echt wirklich ein Dude ist.

      • anfi sagt:

        Die Überschrift deutet darauf hin, daß der/die VerfasserIn meint, aufgrund seines/ihres Geschlechts, Männern den Feminismus besser/verständlicher erklären zu können. Oder zumindest eine geschlechts-eigene Sicht auf den Feminismus zu haben.

        Und der Umstand, das der Text hier (als Übersetzung) ebenfalls veröffentlich wurde, deutet an, das auch feminismus101.de mit diesem Gedanken konform geht.

        Ich würde sogar sagen, dass die „männliche Sicht“ leitendes Motiv des Textes ist. Isofern ist die Ironie („Leider konnten wir trotz männlicher Männlichkeitstests nicht feststellen, ob der Dude auch ganz in echt wirklich ein Dude ist.“) mMn hier deplaziert.

        Aber auch das ist – leider – typisch für feministische Blogs. Eigentlich bleiben man unter sich. Etwaige vorbeiziehende Kommentatoren werden belächelt.

        Ich Dummerle ich. ;D

  • Britta sagt:

    Danke für den tollen Beitrag!! Ich kenne das auch, dass ich sehr häufig ausgefragt werde und warum ich mich für Feminismus engagiere.
    Ich verstehe die Haltung meiner Mitstreiter*innen allerdings nicht, ich kämpfe tagtäglich für meine Rechte und wenn ich das tue, muss ich Aufklärungsarbeit leisten.

    Um Eurer Analogie zu folgen: Wenn ich mich laut in die Öffentlichkeit stelle und mich über die Menschen beschwere, die Sonnenaufgänge lieber haben als die -untergänge, muss ich zwangsläufig damit rechnen gefragt zu werden: Warum?

    Diese aggressive (Anti-)Haltung meiner Mitstreiter*innen im Feminismus schaden nur umso mehr, wenn Männer auf Frauen zugehen um zu verstehen was sich dahinter verbrigt.
    Wir werden keinen Menschen davon überzeugen können, in dem wir Ihnen vor den Kopf stoßen – ganz im Gegenteil.

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