Sexuelle Objektifizierung

Sexuelle Objektifizierung ist die Sicht auf Menschen als Objekt der Begierde.


Objektifizierung steht entgegen der Wahrnehmung anderer als Individuen mit komplexen Persönlichkeiten und eigenen Wünschen und Plänen. Dies geschieht, besonders in Bezug auf Frauen, indem nur über ihren Körper oder Teile ihres Körpers gedacht oder gesprochen wird.

Sexuelle Anziehung ist nicht das gleiche wie sexuelle Objektifizierung: Objektifizierung tritt nur auf, wenn die Individualität der begehrten Person nicht anerkannt wird. Pornographie, Prostitution, sexuelle Belästigung und die Darstellung von Frauen in Massenmedien und Kunst sind Beispiele für sexuelle Objektifizierung.

Das Konzept der Objektifizierung ist der Arbeit von Simone de Beauvoir geschuldet. Sie sprach vom grundlegen Dualismus des menschlichen Bewusstseins zwischen dem Selbst und dem Anderen: Der mentale Prozess, in dem Menschen die Welt in „wir“ und „die“ klassifizieren.

Frauen werden universell über alle Kulturen hinweg als „das Andere“ angesehen, eine Rolle die sowohl auferlegt als auch verinnerlicht ist und dazu führt, dass Frauen grundsätzlich nicht wirklich als vollwertige Menschen angesehen werden. Ein wichtiger Punkt von Beauvoir ist, dass der „die Anderen“-Effekt der selbe ist, unabhängig davon ob Frauen als minderwertig oder als mysteriös und moralisch überlegen angesehen werden: „Andersheit“ und volle Gleichwertigkeit kann es nicht nebeneinander geben.

Die Theorie der Objektifizierung erklärt, wie das Aufwachsen in einer Kultur, die den weiblichen Körper auf verschiedene Weise zum Objekt degradiert, die Selbstsicht und das Wohlbefinden von Mädchen & Frauen grundlegend verändert.

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