Warum der Begriff „Feminismus“?

Der Begriff „Feminismus“ ist notwendig, da er die Diskriminierung gegenüber Frauen hinreichend transportiert.


Warum “Feminismus” und nicht einfach “Humanismus” (oder “Egalitarismus”)? Schließt es nicht Leute aus, wenn du sagst, du bist Feminist*in?

Diese Frage impliziert, jeder müsse entweder das eine oder das andere sein. Menschen und Philosophien sind aber viel komplizierter. Eine Feministin kann zusätzlich auch Humanistin und Egalitarist*in sein.

Es gibt keine Regel, die besagt, dass nur eines dieser Labels zulässig sei. Es ist unglaublich wichtig, nicht in die Denkweise zu verfallen, dass eines davon alle anderen ausschließt.

Ein Hauptgrund dafür, dass Debatten in Massenmedien (und Onlineforen) so schrecklich beschämend sind, ist, dass zu viele Themen auf einer entweder-oder Basis (Schwarz/Weiß-Denken) diskutiert werden, statt die Möglichkeit einer sowohl-als-auch Sichtweise in Betracht zu ziehen. Die entweder-oder-Methode, an eine Debatte heranzugehen, wird oft als falsches Dilemma [mehr] bezeichnet und ist ein Beispiel eines logischen Trugschlusses.

Warum Feminismus eine eigene Agenda innerhalb der egalitarischen Bewegung braucht?

Das spezielle und ausgeprägte Problem, dass Misogynie Frauen unterdrückt und direkt schadet, ist eindeutig vorhanden. Solange niemand Misogynie direkt anspricht und dagegen agiert, ist ein genereller egalitaristischer Aktivismus nicht genug.

Zusatz zum Begriff „Equalismus

Feminismus in Equalismus umzubenennen ist falsch. Diese Umbenennung für erforderlich zu halten bedeutet, dass man abstreitet, dass Feminismus für die Gleichberechtigung und nicht die Bevorteilung von Frauen kämpft. Es impliziert auch, dass Männer angeblich genau so unter Sexismus leiden würden wie Frauen, dass es keine Geschlechterhierarchie (mit den Männern oben), kein Patriarchat, keine männlichen Privilegien oder allenfalls gleich viele / gleich wichtige männliche wie weibliche Privilegien gibt. Feminismus in Equalismus umzubenennen ist ein Schlag ins Gesicht von Generationen von Feminist_inn_en und den Feminist_inn_en von heute.

 

Wer sich Equalist_in nennt kann für mich kein_e echte_r Feminist_in sein, weil er_sie die Grundlagen nicht verstanden hat: Dass Sexismus die systematische gesellschaftliche Benachteiligung und Unterdrückung von Frauen ist (nicht (nur) die Festschreibung von Geschlechterrollen).

– Greenskyoverme bei Random Feminismubegriff – Nein Danke!

P.S. Es ist sicher eine gute Idee, die gemeinte Definition von Humanismus zu nennen, um sicherzugehen, dass wir alle dasselbe meinen.

Quellen / Weiterführendes

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